Liebes Team vom Reisebüro Stahl,
mein Mann und ich haben uns für die Transatlantikreise mit der
C.Victoria entschieden und haben es nicht bereut. Die Victoria ist zwar
schon ein etwas älteres Schiff, aber sie hat inzwischen auch Balkone
bekommen, und unsere Kabine war ausreichend geräumig. Besonders hat
uns auf der Victoria gefallen, daß man noch einen wunderbaren "Rundum-Spauiergang"
machen kann, das geht bei den größeren Schiffen meistens nicht
mehr.
Wir sind am 16. März von Köln über Frankfurt nach Sao
Paulo geflogen. Es gab leider in FFM ein paar technische Probleme, aber
dann ging es mit nur etwas über zwei Stunden Verspätung los
Richtung Brasilien. In Sao Paulo hat uns ein Bus im strömenden Regen
in das schöne Hotel "Cäsars Park" gebracht, leider
konnte man wegen des wirklich starken Regens nicht im Park spazieren gehen.
Nach dem Frühstück im Hotel gab's eine Stadrrundfahrt durch
Sao Paulo und dann ging's nach Santos auf's Schiff.
Am nächsten Tag waren wir in Rio de Janeiro. Wir hatten schon von
zuhause aus einen Tagesausflug gebucht, und obwohl die Landausflüge
meistens nicht gerade preiswert sind, war dieser Trip jeden Cent wert!!
Wir fuhren zuerst mit der Zahnradbahn auf den Corcovado, leider war es
oben sehr diesig, von Rio war nichts zu sehen, manchmal war sogar die
nahe Christusstatue ganz im Dunst verschwunden. Trotzdem war die Fahrt
durch den Regenwald wunderbar. Es ging weiter an den berühmten Stränden
Ipanema und Copacabana vorbei, der Stop war da leider zu kurz, keine Zeit
zum Baden, nur mal kurz mit den Füßen im warmen Wasser, es
gab auch keinen Dunst am Wasser und es war sehr warm. Es ging weiter zum
Zuckerhut und mit insgesamt zwei Seilbahnen rauf. Es war schon beeindruckend,
waagerecht von einem Bergkegel zum anderen, dem Zuckerhut, zu gondeln.
Dieser Ausflug in Rio war wirklich ein Highlight!!
Nach Rio gab's einen faulen Tag auf See. Übrigens war das Meer
zum Glück während der ganzen Reise sehr ruhig, nur im Mittelmeer
am letzten Tag, gab es einige Wellen.
Der nächste Stop war in Ilhéus, da haben wir auf eigene
Faust die Insel entdeckt, geht prima. Man kann zufuß in das kleine
Städtchen fahren oder mit dem Shuttle Service von Costa ($ 7.00 p.P.)
Da wir uns noch nicht auskannten und nicht wußten, wie weit es bis
zur City ist, haben wir den Shuttle Bus genommen, was leider keine gute
Entscheidung war. Man mußte an der Rezeption die gewünschte
Anfahrtszeit angeben und dann bekam man das Ticket. Leider ginge ein tropischer
Regenguß nieder und alles war durcheinanden. Wir haben über
1 1/2 Stunden auf den Bus gewartet. Da wären wir schon 2x zufuß
in der Stadt gewesen. Das war eine wirklich sehr schlechte Organisation
gewesen. Wie gesagt, Ilhéus ist ganz bequem, wenn man keine Probleme
mit dem Laufen hat, in ca. 15 Minuten zufuß zu erreichen. Ich bin
sehr lange am Strand bis zur Christusstatue gelaufen, es hat mir gut gefallen.
Der nächste Tag brachte und nach Salvador da Bahia. Wir hatten
wieder einen Ausflug gebucht. Die Altstadt von Salvador mit den imposanten
Kirchen und den engen Gässchen ist wunderschön, wir wären
hier noch sehr gerne viel länger geblieben, ging aber leider nicht.
Vielleicht bei einer zukünftigen Reise. Salvador war reizend und
verstömte viel Charme.
Ostersamstag in Recife war unsere letzte Station in Brasilien , bevor
es über den Ozean Richtung Afrika ging. Wir haben nicht viel von
der Großstadt Recife gesehen, sondern haben einen Ausflug nach Olinda
gemacht. Als wir auf's Schiff zurückkamen, war alles sehr schön
österlich geschmückt und an jeder Kabinentür hing ein rotes
Glöckchen (sah eher weihnachtlich aus, aber lieb gedacht :-) Am Abend
fanden wir in der Kabine ein SEHR grßes Osterei mit mit "Überraschungs-Innenleben"
vor. Das war auch sehr schön - und die italienische Schoki hat super
gut geschmeckt! :-))
Dann kamen ein paar See- und keine Sehtage, an denen wir nur gefaulenzt
haben. Das Wetter über den Atlantik war etwas durchwachsen, aber
da wir sowieso nicht in der Sonne grillen, haben wir die Temperaturen
und den manchmal bedeckten Himmel als sehr angenehm empfunden. Aber das
ist absolut Geschmacksache. Zum Glück gab es auf allen Kreuzfahrtschiffen,
mit denen wir bisher gefahren sind, Bibliotheken und ich habe sehr viel
gelesen, wir haben unseren eigenen Balkon genossen, wenn die Animation
am Pool manchmal zu laut war. Die beiden Außenpools liegen sehr
nahe beieinander. Wenn einen der "Lärm" der Animation stört,
sollte man dort nicht lesen oder liegen. Das ist z.B. auf der C. Mediterranea
besser gewesen, da waren die Pools sehr weit auseinander, wenn an einem
Animation war, war es am anderen Pool ruhig. Aber das nur am Rande und
ist nicht als negativ zu bewerten.
Am 26. März kamen wir in Dakar an und haben eine Stadtrundfahrt
mit Besuch eines Marktes gemacht. Die Busfahrt durch das quirlige, verstopfte
Dakar war ein Abenteuer und sehr interessant. Am Nachmittag ging es aber
schon wieder weiter Richtung Europa.
Nach einem weiteren Seetag erreichten wir Teneriffa. dort habe ich eine
Tour durch's Orotovo Tal nach Puerto de La Cruz gemacht. Auch hier war
die Zeit leider viel zu knapp bemessen, es hat mir gut in Puerto de la
Cruz gefallen. Mein Mann hat wieder mal einen gemütlichen Bummel
durch Santa Cruz vorgezogen. Dort hat übrigens die Sonne geschienen,
während es im malerischen Orotova Tal leider bedeckt und wolkig war.
Die Zeit zum Einkaufen im "Haus der Balkone" empfand ich als
zu lang, sodaß für das kleine Städtchen Puerto de la Cruz
leider nicht mehr Zeit übrig blieb. Aber das ist ja eigentlich alles
eine persönliche Ansichtssache und jeder hat eine andere Meinung.
Funchal war unser nächster Stop. Dort sind wir wieder zufuß
in die "City", haben nochmal die Kirche besichtigt und sind
später mit der Seibahn rauf nach Monte gefahren - und mit dem Korbschlitten
wieder runter. Hat Spaß gemacht!! Der Markt war auch noch geöffnet
und später, auf dem Weg zum Schiff sind wir noch im Park oberhalb
der Stadt gewesen. Man hat eine schöne Aussicht auf den Hafen.
Nach dem gestrigen Sehtag mit viel Lauferei kam wieder ein Seetag mit
viel Faulenzerei, und danach waren wir auch schon in Lissabon. Wir kannten
die Stadt noch nicht und haben eine Tour gebucht - mit Besichtigung des
Belem Turms, des Seefahrer Denkmals, der Hironimus Kirche und einer Fahrt
hoch über die Stadt. Danach sind wir in der Stadt geblieben und haben
sie auf eigene Faust zu entdecken versucht. Wir sind mit dem alten Aufzug
in die Oberstadt, haben die Kathedrale besichtigt und haben uns so lange
wie möglich in der Stadt aufgehalten. Da wir nicht die Haltestelle
des Shuttlebusses gefunden haben, sind wir mit dem Taxi zum Schiff gefahren.
Dazu möchte ich noch sagen, daß man auf keinen Fall zufuß
von der Innenstadt zum Schiff gehen sollte. Unsere Reiseführerín
hatte uns zwar gesagt, es sei nicht weit, und sie hatte uns auch gesagt,
daß beim Kolumbus Denkmal (wenn ich mich recht erinnere) der Shuttlebus
hält, aber da stand nur der Bus für die C. Europa!! Weit und
breit auf dem ganzen großen Platz kein anderer Costa Bus. Die wirklich
sehr lange Fahrt mit dem Taxi hat nicht mal fünf Euro gekostet, weniger
als der Shuttlebus. Mir hat die Fahrt unter der wunderbaren Hängebrücke
hindurch (à la Golden Gate Bridge,der Name ist mir gerade leider
entfallen) sehr gut gefallen. Sehr beindruckend!!! Lissabon kannten wir
noch nicht, die Stadt und ihr Flair hat uns sehr gut gefallen, und ich
denke, wir werden bestimmt noch einmal dort länger Urlaub machen.
Dann stand Cadiz auf dem Programm. wir haben keine Tour gebucht, sondern
sind mit dem "Hopp on, hopp off" Bus, der ganz in der Nähe
des Schiffes wartete, gefahren. Danach haben wir uns die Highlights rausgepickt
und sind z.B. in den wunderschönen Park, zu den Kastellen S. Catalina
und S. Sebastian, sowie natürlich zur Kathedrale gelaufen. Auf jeden
Fall kann ich eine Turmbesteigung empfehlen. Der Ausblick vom oben auf
die Stadt, den Hafen und den Strand ist überwältigend und es
wird sehr gut erklärt. Als ich oben war, hatte das junge Mädchen
bestimmt extra nur die deutsche Erklärung eingeschaltet. Mit mir
waren nämlich nur noch drei junge Deutsche oben. Es ist mir schwer
gefallen, runter zu gehen, es gab immer was Neues über den Dächern
von Cadiz zu sehen, die C. Victoria natürlich auch!!
In Malaga, unserer letzten Halt vor Ende der Reise, sind wir nur am
Strand spazieren gegangen bzw. kurz ins Wasser. Die Zeit für einen
gemütlichen Stadtbummel hätte nicht ausgereicht, außerdem
kennen wir Malaga schon, deshalb war der Strandbummel genau das Richtige
für uns gewesen.
So, jetzt bin ich fast am Ende der unvergesslichen Reise, es gab noch
einen Seetag mit etwas bewegter See und dann waren wir schon in Savona..
Alles in allem hat uns die 1. Transatlantikfahrt so gut gefallen, daß
wir gleich eine weitere dreiwöchige Transatlantikreise in die Karibik
im Dezember buchen wollten - aber die war leider schon ausgebucht...........................
:-((
Wir können die Reise mit der "kleinen" Costa Victoria
nur weiter empfehlen, uns hat z.B. auch sehr gut die Cafe Terrasse mit
dem riesengroßen Sonnensegel gefallen, dort konnte man gemütlich
und entspant sitzen und auf die Wellen schaun (oder gut speisen! :-))
Alles Gute bis zu unserer nächsten Reise im November auf der Norwegian
Sun, Kurs Südamerika!
Gudrun und Dieter Fuhrmann